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Pressemitteilung - München, 23. Oktober 2009

Stiftung Medienpädagogik Bayern übernimmt Koordinierungsaufgaben für den Medienführerschein

Die gemeinnützige Stiftung Medienpädagogik Bayern wird nach Aussage von Staatsminister Siegfried Schneider Koordinierungsaufgaben für den Medienführerschein Bayern übernehmen. Schneider dankte der von der BLM gegründeten Stiftung auf der 15. Fachtagung des Forums Medienpädagogik gestern ausdrücklich für die engagierte Unterstützung bei der Entwicklung des Medienführerscheins, der zur gezielten Stärkung der Medienkompetenz auf freiwilliger Basis an Bayerns Schulen eingeführt wird.

Der Medienführerschein Bayern ist eine Initiative der Bayerischen Staatskanzlei und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und soll im Rahmen einer Pilotphase in 30 ausgewählten 3. und 4. Klassen an bayerischen Grundschulen starten. Ab dem Schuljahr 2010/11 soll das Angebot für alle 3. und 4. Klassen zur Verfügung stehen.

Die sechs Unterrichtseinheiten sind vom Verband Bayerischer Zeitungsverleger (Pressepaket) und der Stiftung Medienpädagogik Bayern erarbeitet worden. Jede Unterrichtseinheit umfasst einen Zeitbedarf von einer Doppelstunde und ist so konzipiert, dass eine eigenständige Durchführung im Unterricht möglich ist. Die Themen der Module lauten:

• Zuhörfähigkeit entdecken und schulen
• Identifikationsfiguren im Fernsehen erkennen und hinterfragen
• Werbung im Fernsehen analysieren und bewerten
• Kommunikation/Chatten im Internet
• Chancen und Risiken von Computerspielen
• Eigenes Paket für den Pressebereich

Die derzeit vorliegenden Unterrichtseinheiten sind nur ein Anfang. Das Angebot des Medienführerscheins soll mittelfristig auch weiteren Altersgruppen zur Verfügung stehen, denn das frühzeitig erworbene Basiswissen muss in weiterführenden Jahrgangsstufen ausgebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Thema „Web 2.0“: Bereits Grundschüler sollten einfache Chatregeln kennen. Die komplexeren Mechanismen von Communities im Netz sind dagegen erst für Schüler höherer Jahrgangsstufen zu begreifen. Schon jetzt beinhaltet deshalb jede Unterrichtseinheit Hinweise auf weiterführende und vertiefende Materialien und Projekte.

Auch die Eltern sind schon in der Anfangsphase einbezogen. Sie bekommen einen Rundbrief zu Ziel und Zweck des Medienführerscheins sowie Informationen, die eine Sensibilisierung für den kritischen Umgang mit einzelnen Themen zu Hause zum Ziel haben. Über die Schule hinaus sollen auch Einrichtungen der Jugendarbeit und der Vorschulbereich einbezogen werden. Ziel ist ein Medienportfolio, das die Angebote in Bayern bündelt und die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltig stärkt.

Ziel der gemeinnützigen Stiftung Medienpädagogik Bayern ist es, einen selbstbestimmten, aktiven und kritischen Umgang mit Medien und Kommunikationstechnologien zu vermitteln. Die Stiftung möchte bayernweit Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und pädagogisch Tätige für eine kompetente Mediennutzung sensibilisieren. Gegründet wurde die Stiftung im September 2008 von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) als konsequente Fortführung der bereits bestehenden Aktivitäten der Landesmedienzentrale im Bereich Medienpädagogik.

      Zusatzinformationen

      AKTUELLES

      • Medienführerschein Bayern für Berufliche Schulen - Neue Unterrichtseinheiten „Datenschutz“, „Urheberrecht“ und „Beruf und Arbeit in Film und Fernsehen“ veröffentlicht

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      • Fit im Urheberrecht – Medienführerschein Bayern sensibilisiert Kinder und Jugendliche

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      • Ehrenamtliches Engagement des Stiftungsvorstands durch Bundespräsidenten bei Bürgerfest 2017 gewürdigt

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